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Orell Füssli – fast 500 Jahre Tradition

Orell Füsslis Firmengeschichte beginnt mit dem Umzug des Buchdruckers Christoph Froschauer von Altötting in Bayern nach Zürich. 1519 wird Christoph Froschauer als Bürger von Zürich aufgenommen. Die Stadt Zürich beauftragt ihn mit verschiedenen Druckaufträgen. Diese bilden die Grundlage für den Auf- und Ausbau der Druckerei. Durch kontinuierliche Verbesserung der Druckprozesse und durch innovative Anwendungen hat sich das Unternehmen, das sich seit Ende des 19. Jahrhunderts Orell Füssli nennt, zu einem Marktführer in Sicherheitstechnologie und Sicherheitsdruck entwickelt.

 

Die Wurzeln

Orell Füsslis Geschichte ist stark mit der allgemeinen Geschichte des Druckens, Verlagswesens und der Kultur von Zürich verbunden. Kurze Zeit nach der Gründung seiner Druckerei wurde Christoph Froschauer über die Grenzen von Zürich hinaus als hervorragender Drucker bekannt. Über die Jahrhunderte weg hat der Besitzer der Druckerei mehrmals gewechselt. Sie bleibt aber immer im Besitze von wichtigen Zürcher-Familien, wie Bodmer, Rahn, Heidegger, Füssli, Gessner und Orell.

 

Druck, Verlag und Buchhandel

Die 3 Geschäftsfelder Druck, Verlag und Buchhandel werden erfolgreich aufgebaut und laufend erweitert. So wird 1770 durch die Familien Orell, Gessner und Füssli das Verlagshaus gegründet, das die Werke von Shakespeare und Homer in Deutsch veröffentlicht. 1780 wird dann die erste Ausgabe der weltweit bekannten „Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)“ herausgebracht. 1868 entsteht daraus eine eigenständige Firma (NZZ AG).

 

Fortschritt in der Drucktechnologie und im Sicherheitsdruck

In den politischen Wirren des 19. Jahrhunderts verlagert sich das Schwergewicht vom Verlegen auf das Drucken. 1827 druckt Orell Füssli die ersten Wertpapiere und 1843 die ersten Briefmarken in Europa – die berühmten „Zürcher 4 Rappen“-Briefmarken, als 2. Briefmarkenserie weltweit.

Eine herausragendende technische Erfolgsstory ist im Jahre 1880 die Entwicklung des 10-farbigen Photochrom-Verfahrens (Asphaltphotolithographie, auch Orell-Füssli Druck genannt) für Gemäldereproduktionen. Dieses Verfahren wurde durch Photoglob AG – welche noch immer zur Orell Füssli Gruppe gehört - weltweit verbreitet.

Im Bereich Wertpapiersicherung erfindet Orell Füssli das Hedopra-Linienrasterverfahren mit variabler Strichbreite und Frequenz; es war das Hauptrasterverfahren der Schweizer Banknoten der 6. Emission (1970).

1911 ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Orell Füssli: der Beginn des Banknotendruckes für die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die Einführung des Kupferdruck-Verfahrens erfolgte 1923 in den neu gebauten Räumlichkeiten von Orell Füssli in Zürich-Wiedikon, welcher noch heute der Standort des Hauptsitzes der Orell Füssli Gruppe ist.

In der Phase der strategischen Neuausrichtung 1992 wird die Banknotendruckerei vollständig modernisiert und damit die Bereitschaft erstellt, die digital erzeugten Banknotendesigns der
8. Emission in höchster Präzision zu drucken. Gleichzeitig wird die Akzidenzdruckerei an die Zürichsee Medien Gruppe verkauft und die Kartographie-Division verselbständigt.

Im Juli 2002 kauft die Orell Füssli Gruppe 76% der Aktien der Atlantic Zeiser AG in Emmingen, die restlichen 24% im Jahr 2005. Atlantic Zeiser mit Betrieben in Deutschland, England und den USA, beschäftigt über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bietet Systeme für die Individualisierung von Produkten (unter anderem Banknoten) und Dokumenten an. Damit eröffnen sich für Orell Füssli in den industriellen Märkten weltweit neue Möglichkeiten.